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2003

2. Potsdamer Literaturnacht am Neuen Palais

Die Autoren

Gisela Hemau

Ein Gedicht zu schreiben heißt gegen den Widerstand der Sprache zu  schreiben, sagt Gisela Hemau. Auf diese Weise entstehen in ihren Texten Gegenbilder und Parallelwelten zur Realität welche von Isolation und Kommunikationslosigkeit geprägt ist. Mit tiefer Sensibilität stellt die Lyrikerin, die deshalb von Kritikern mit Sarah Kirsch verglichen wird, „die Brüchigkeit der menschlichen Existenz“ dar (M. Waldmüller, WDR III, Mosaik, 7.1.1998). Diese Brüchigkeit manifestiert sich in Gisela Hemaus Gedichten nicht zuletzt in der Verletzbarkeit des Körpers. In „treffenden, betroffen machenden Bildern von Vergänglichkeit und Vergeblichkeit, von Mensch und Natur“ (A. Mehringer, Unsere Jugend, 5/1996) entstehen dabei kleine sprachliche Kunstwerke. Im Verzicht auf Metrik und Reim verdichtet die Lyrikerin die Sprache bis zum Äußersten, um, wie sie sagt, die dem Inhalt vollkommen angemessene Form zu finden. Die Auslegung bleibt dabei dennoch immer mehrdeutig und offen. 

Etliche ihrer Gedichte sind in Zeitschriften, Jahrbüchern und Anthologien veröffentlicht worden, zudem wurde eine Reihe von ihnen ins Spanische, Portugiesische und Rumänische übersetzt. Das Gedicht „Kythera“ aus Abschüssiges Gelände ist von Violetta Dinescu vertont worden. Lesungen haben die Lyrikerin unter anderem bereits nach Zürich, Washington und Montreal geführt. 

Auf der Potsdamer Literaturnacht liest Gisela Hemau aus den beiden zuletzt erschienen Bänden Abschüssiges Gelände und Außer Rufweite.

Gisela Hemau studierte Philosophie sowie deutsche und englische  Literaturwissenschaft in Mainz, Würzburg und München. Zeitweilig arbeitete sie beim WDR als Hörspiellektorin. Die Autorin lebt in Bad Godesberg bei Bonn. 

• Mortefakt (1974)
• Gitter mit Augen (1989)
• Abschüssiges Gelände (1995)
• Außer Rufweite (2003)

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