Zurück zur Übersicht

Zurück zur Archivübersicht

.

.

.

.

.

.

2003

Mitteilungen und Nachbesprechungen in der Presse

 25.06.  |  30.06.  |  05.07.  |  07.07.  |  

 

Events – Das Potsdamer Stadtmagazin

Auf die Zweite Potsdamer Literaturnacht wurde in einem kurzen Artikel und in den Veranstaltungstips hingewiesen.

 

Amica

Auch das Hamburger Magazin ist auf die Potsdamer Literaturnächte aufmerksam geworden und hat Ende Juni einen kurzen Artikel unter den Kulturtips abgedruckt.

 

Universität Potsdam Pressemitteilungen, 125/03 30.06.2003

2. Potsdamer Literaturnacht am 5. Juli 2003 an der Universität Potsdam 

Zur 2. Potsdamer Literaturnacht lädt der Literaturnacht e. V. in Zusammenarbeit mit der Universität Potsdam am 5. Juli 2003 an den Uni-Standort Neues Palais ein. Alle Literaturinteressierten erhalten die Möglichkeit, internationale Autoren und junge Nachwuchsliteraten zu treffen und mit ihnen gemeinsam über ihre Werke zu diskutieren. So liest die Lyrikerin Gisela Hemau aus ihren Gedichtbänden „Abschüssiges Gelände" und „Außer Rufweite". Steffen Kopetzky, der als Theaterautor wohl ebenso bekannt ist wie als Romancier, stellt seinen Roman "Grand Tour" vor. Sein an Geschichten und Figuren reich bestücktes Erzählepos führt den Leser auf eine Reise quer durch Europa. Den Anfang im internationalen Teil des Abends macht der österreichische Autor und Essayist Robert Menasse. Nach seinem in der deutschen Presse sehr beachteten Roman "Die Vertreibung aus der Hölle" erscheint im kommenden Jahr sein Erzählband "Ich kann jeder sagen". Auf der Literaturnacht präsentiert er diese neuen Arbeiten zum ersten Mal vor deutschem Publikum. Die in Münster lebende Chilenin Isabel Lipthay rundet den Abend ab. Sie liest aus ihren deutsch-spanischen Erzählungen und gibt dabei einen Einblick in die Gefühlswelt einer Frau auf der Suche nach einer neuen Heimat. 
Das Programm wird mit Live-Musik und einem kulinarischen Angebot vervollständigt. Der Eintritt ist frei. 
Der Literaturnacht e. V. wurde im vergangenen Jahr von Potsdamer Studierenden der Romanistik und anderer Fachbereiche der Philosophischen Fakultät der Universität Potsdam gegründet. Er besteht derzeit aus 15 Studierenden. 

Hinweis an die Redaktionen:
Zeit der Literaturnacht: 5. Juli 2003, 18.30 Uhr
Ort der Literaturnacht: Universitätskomplex Am Neuen Palais, Haus 12, Innenhof 

Für weitere Auskünfte steht Ihnen Daniel Wehry vom Literarturnacht e. V. telefonisch unter 0331/9678555 oder 0178/3962648, E-Mail: info@literaturnacht.de zur Verfügung. 
Infos zum Programm sind auch unter http://www.literaturnacht.de/ abrufbar. 

 

DASDA - Studierendenzeitung für Berlin & Brandenburg, 05.07.2003

Open Air Literaturnacht

Am 5. Juli findet die zweite Literaturnacht am Neuen Palais in Potsdam statt.

Um 19 Uhr geht's mit einer Auswahl junger Autoren aus Berlin und Potsdam los. Junge Autoren, das ist für die Veranstalter Qualität ohne Publikum, ein guter Text und kein Verlag - dem literarischen Nachwuchs soll ein Forum geboten werden. Statt von der Tagesschau wird der Nachwuchs um 20 Uhr von der Bonner Lyrikerin Gisela Hemau abgelöst. Steffen Kopetzky - Schriftsteller,  Hörspielautor und ZEITkolumnist - bildet um 21 Uhr die Mitte des Abends und leitet um 22 Uhr über zu Robert Menasse. Menasse kommt aus Wien, schreibt Essays, Romane und Erzählungen und kann wohl als "literarisches Schwergewicht" des Abends bezeichnet werden. Den literarischen Abschluß bildet die chilenische Autorin Isabel Lipthay um 23 Uhr. Lipthay lebt seit 20 Jahren in Köln [Anm. d. Red.: Münster], wird sowohl in Deutsch als auch auf Spanisch lesen und sich selbst mit eigener Musik begleiten. Die Literaturnacht findet im Innenhof von haus 12 am Neuen Palais statt. Bei Wettereinbruch findet die Literaturnacht in der Oberen Mensa im Haus 12 statt. Der Eintritt ist frei. 

 

Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ), 07.07.2003

Zweite Literaturnacht am Neuen Palais 

Morshäuser ersetzt Menasse 
 
Literaten rauchen. Trotz der Verlegung der 2. Literaturnacht in die "Obere Aula" im Universitätsgebäude am Neuen Palais war die Stimmung ungebrochen. Der Saal war nämlich liebevoll mit Gartenstühlen und -tischen wie eine Kneipe eingerichtet, und man konnte essen, trinken und rauchen nach Herzenslust. Es störte auch keinen großen Geist, dass der Geräuschpegel des Gastronomiebetriebs sich des öfteren wie ein Teppich über die Lesungen legte. 
Die Geduld der sehr zahlreich erschienen Interessierten war verblüffend, saugten sie doch selbst das leiseste Raunen eines Literaten, das aus dem auf der Bühne aufgestellten bequemen Omasessel in den Raum eindringen konnte, begierig auf. Den beiden vortragsgewohnten Autoren Steffen Kopetzky und Isabel Lipthay gelang es allerdings scheinbar mühelos, die ungeteilte Aufmerksamkeit zu erreichen. Sie waren lauter als die anderen und setzten wechselnde Stimmlagen, Gestik, Isabel Lipthay sogar Musik und Mitmachfrohsinn ein. 
Ziemlich unter ging die Lyrikerin Gisela Hemau, die zudem meinte, jedes ihrer Gedichte erklären zu müssen. Leider verstand man auch nur die erste Erzählung des interessantesten Autoren des Abends, Bodo Morshäuser, der für den erkrankten Österreicher Robert Menasse eingesprungen war. Amüsant die Beobachtungen zu dem "alten Westbezirk" Charlottenburg, wo er nur noch Greise sieht, die in den ewig selben Kneipen vor den ewig selben Getränken sitzen und gnadenlos verpasst haben, dass die Welt sich geändert hat. Einfach gemacht wird ihnen diese Sinnestäuschung durch die wechselnden Bedienungen, die seit zwanzig Jahren gleich jugendlich bleiben, wodurch sich der Gast ebenso jung wie damals wähnt. Aus dieser Generation werden sich, sieht er schwarz, die "unnachgiebigsten und rechthaberischsten", zudem die jugendlichsten Rentner seit langem entwickeln. Sein Vortrag aus dem 2002 erschienen Roman "In seinen Armen das Kind", in dem er die Suche eines Vaters nach seinem inzwischen einer Sekte verfallenen Sohn erzählt, gerann durch die extreme Geschwindigkeit des Lesenden und den überhand nehmenden Lärm zu einem akustischen Stakkato. In dieser Beziehung war Steffen Kopetzky ihm wirklich überlegen. Schon zweihundert Mal habe er aus seinem Roman "Grand Tour" gelesen, das reiche ja wohl. Wenn er wüsste, wie recht er hat! 
Die Initiative zur Literaturnacht geht von der Gruppe des schon fünf Mal erschienen Heftes "Schreib" aus und ist, trotz kleiner, vor allem akustischer Mängel, unbedingt zu wiederholen. Löblich auch, dass jungen Autoren ein Forum zur Präsentation gegeben wird. hl 

[Anmerkung d. Red.: Die Initiative zur Potsdamer Literaturnacht geht nicht von "Schreib" aus, sondern von dem eigenständigen, 2002 gegründeten Verein Literaturnacht e.V., unter dessen Regie die Potsdamer Literaturnächte seitdem jährlich veranstaltet werden. 
Lediglich einige der jungen Autoren, die auf der Literaturnacht gelesen haben, wurden im universitären Literaturmagazin "Schreib" veröffentlicht, das jedoch darüber hinaus mit dem Literaturnacht e.V. in keiner Verbindung steht.]

 

Potsdamer Neueste Nachrichten, 07.07.2003

Der PNN-Kulturkommentator verfaßte in diesem Jahr den folgenden Artikel